„Ich hörte gestern – werden Sie es glauben? Zum zwanzigsten Male Bizets Meisterstück. (…) Diese Musik scheint mir vollkommen. Sie kommt leicht, biegsam, mit Höflichkeit daher. Sie ist liebenswürdig, sie ‚schwitzt‘ nicht. (….) – Ohne Grimasse! Ohne Falschmünzerei! Ohne die Lüge des großen Stils! (…) Sie ist so unaffektiert und aufrichtig, dass ich sie praktisch ganz auswendig gelernt habe, von Anfang an.“1

Was damals schon Friedrich Nietzsche begeisterte hat auch heute nichts von seiner Faszination verloren. Bei der Uraufführung 1875 zunächst von den Kritikern verschmäht, wurde das Werk nach Bizets Tod zu einem Klassiker.